KINDERTAGESSTÄTTE • BETRIEBSKINDERGARTEN
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  3. Gestaltung des Lebens in der Kita
 
3.1. Kinderwelt ist Bewegungswelt

Aktuelle Untersuchungen und Studien weisen immer häufiger und alarmierender auf die Zunahme von Bewegungsarmut und daraus resultierender Fettleibigkeit (Adipositas) bei Kindern bereits im Vorschul-alter hin. Aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbringen die Kinder immer mehr Zeit am Computer und vor dem Fernseher. Bewegung wird zunehmend als Freizeitbeschäftigung erfasst und nicht mehr als natürliches Verhaltensmuster. Rückenerkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eindeutig im Vormarsch und Resultat einer sich weniger bewegenden Gesellschaft.

Das Ziel der Kita „ADMEDINO“ besteht vorrangig darin, bei den Kindern die Freude an Bewegung zu stärken sowie das natürliche Bedürfnis an Bewegung zu fördern. In den ersten Lebensjahren kommt den Bewegungserfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten eine besondere Bedeutung zu, sie können als Grundprinzipien der gesunden körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung angesehen werden. Kinder benötigen zum Aufbau ihrer organischen und kognitiven Funktionen eine tägliche Bewegungseinheit von ca. 2 Stunden. Es ist weiterhin anzunehmen, dass Erfolgserlebnisse im Bewegungsbereich zu einem größeren Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten beitragen.


Die Kita verfügt über einen Außenbereich von ca. 4000 qm. Der Garten bietet den Kindern eine reich-haltige Umwelt, die sie anfassen, fühlen, riechen, hören, in der sie sich selbstständig bewegen können. Sie haben die Möglichkeit zu bauen, zu buddeln, zu kriechen, zu klettern, zu schaukeln, sich zu ver-stecken und vieles mehr. Den Kindern steht entsprechend ihrem Alter und den vorhandenen motorischen Fähigkeiten eine große Auswahl an Fahrzeugen zur Verfügung.

Jedes Gruppenzimmer verfügt über einen direkten Ausgang zum Garten.

Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten im Außenbereich befindet sich der Zeisigwald in unmittel-barer Nähe der Einrichtung. Damit erschließen sich weiträumigere Bewegungsmöglichkeiten sowie eine reichhaltige Erfahrungswelt für die Kinder.

Zusätzlich zu den Bewegungsmöglichkeiten in der Natur stehen den Kindern die Räumlichkeiten der Firma ADMEDIA nach Absprache zur Verfügung, wie z.B. Therapierräume und Wasserbecken. Die Firma besitzt seit vielen Jahren Erfahrungen im Babyschwimmen und bietet Kinderschwimmkurse („Seepferdchen“) an. Die Schulanfänger können auf Wunsch der Eltern einen Schwimmlernkurs absolvieren. Die Nutzung der Sauna erfolgt jeweils freitags.

In jeder Gruppe werden wöchentlich Bewegungsstunden altersspezifisch für die Kinder geplant und durchgeführt. Dafür nutzen die Kinder den Sportraum, das Gartengelände oder den Zeisigwald.

Neben den geplanten Bewegungsstunden und den eingerichteten Schwimm- und Saunazeiten, wer-den täglich offene Bewegungsräume in und außerhalb des Hauses geschaffen. Die Kinder bewegen sich täglich im Außenbereich der Kita.

Für die Kinder mit besonderem Förderbedarf kann die durch Rezept verordnete notwendige Physio- oder Ergotherapie und Logopädie auf Wunsch der Eltern in den Tagesablauf integriert werden.

Mindestens einmal pro Jahr organisiert die Kita einen sportlichen Höhepunkt (z.B. einen Wandertag, ein Fußballturnier oder die Ablegung des Sportabzeichens).

Der Sportraum in der Kita bietet eine vielfältige Ausstattung an Geräten und Materialien. Als Bewegungsangebote gibt es beispielsweise Klettergeräte, Matten, Bälle und Geräte zur Schulung von Geschicklichkeit, Gleichgewicht und Koordination.

Die Kindersportschule Chemnitz führt wöchentlich zwei Bewegungskurse in unserer Kita durch.

Die Zusammenarbeit mit verschieden Sportvereinen der Stadt Chemnitz wird angestrebt.

3.2. Kinderwelt bedeutet Offenheit und Kreativität

Das Vorschulkind ist geprägt von großer Variabilität und Offenheit in allen Lebensbereichen, so ist es in der Regel im kreativen Bereich unterfordert. Kinder im Vorschulalter sind schöpferischer, freier und stabiler als im Schulalter. Das kreative Potential, das im Vorschulalter angelegt wird, bietet die beste Grundlage für den erfolgreichen Einsatz kreativer Arbeitsformen auch im Schulalter. Eine frühzeitige einseitige Förderung in eine Begabungsrichtung sollte dabei jedoch vermieden werden.

Die Kita „ADMEDINO“ möchte ein breites Spektrum von kreativen und künstlerischen Angeboten für die Kinder und Eltern anbieten. Singen, Musizieren, Tanzen, Darstellen, Formen, Malen sollen je nach geplantem Projekt oder individuellen Wünschen das Leben der Kinder in der Kita begleiten.

Das Englischprojekt „Lets speak together“ wird von den dafür qualifizierten Erzieherinnen in den Alltag der Kindergruppe integriert.

Einen besonderen Stellenwert soll die Begegnung mit unserer Stadt Chemnitz und ihren vielfältigen kulturellen Angeboten einnehmen. Mit den Städtischen Theatern und anderen Kultureinrichtungen wird eine Partnerschaft praktiziert, die sich im Besuch von Theatervorstellungen, von Konzerten oder der Nutzung theaterpädagogischer Angebote ausdrückt.

Die Chemnitzer Kunstsammlungen und das Kulturkaufhaus TIETZ mit der Bücherei sollten für die Kinder Orte sein, an denen sie sich auskennen und wohl fühlen. Bei regelmäßigen Besuchen dürfen sie in Büchern stöbern, aber auch Bücher ausleihen.

Die Arbeit der Kita im kreativen Bereich soll zu einem großen Teil in Projekten organisiert werden, deren „Themen“ die Betreuer gemeinsam mit den Kindern „erarbeiten“. Damit gestalten sich die Inhalte individuell bedeutsam und somit effektiver für die Kinder.

3.3. Kinderwelt braucht Toleranz

3.3.1. Integration behinderter Kinder

Es ist normal, verschieden zu sein. Einschränkungen können oft nicht beseitigt und weggefördert werden. Aber gemeinsam zu spielen und zu lernen gibt auch Kindern mit Behinderung die Chance, mit ihren individuellen Bedürfnissen an den Möglichkeiten und Realitäten der Außenwelt teilzuhaben. Bei diesem Prozess gemeinsamer Erziehung wird für jedes Kind soziales Lernen möglich, denn die Bedürfnisse, Befindlichkeiten und Fähigkeiten aller Kinder treffen und berühren sich, ergänzen und bereichern sich.

Die Erlebensebenen im Umgang mit Eigenem und Anderem, mit Vertrautem und Fremdem sind in Integrationseinrichtungen besonders vielfältig. Die Erfahrungen, dass Fremdes nicht mehr ängstigen oder beunruhigen muss, sondern vertraut wird, und dass man lernt, damit angemessen umzugehen, stärken Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Dass Kinder eine Bühne erhalten, die so vielfältige Lern- und Lebenssituationen zulässt und auf der vieles ausprobiert werden kann, wirkt sich positiv aus auf Grundeinstellungen wie Toleranz und gewaltloser Umgang miteinander, auf Verantwortungsgefühl und demokratisches Verständnis.

In der Kita „ADMEDINO“ können bis zu 12 Integrationsplätze umgesetzt werden.

Durch folgende Bedingungen wird die erfolgreiche Integration von Kindern mit besonderem Förder-bedarf realisiert:

Realisierung der strukturellen Rahmenbedingungen:

Der Bau und die Ausstattung der Kita erfolgten barrierefrei. Alle Räume sowie der Garten sind für die behinderten Kinder selbstständig erreichbar.

Es erfolgte der Einbau von drei behindertengerechten Sanitärbereichen.

6 Mitarbeiterinnen der Einrichtung verfügen über eine heilpädagogische Zusatzqualifikation.

Sie begleiten und fördern die Integrativkinder in ihrer Entwicklung und erstellen die Förder-pläne für das Sozialamt.

Die Leiterin der Einrichtung verfügt über ein abgeschlossenes sonderpädagogisches Studium und hat viele Jahre Berufserfahrung in der Arbeit mit körperbehinderten Kindern sowie der Integration im schulischen Bereich.

Alle Mitarbeiter verpflichten sich außerdem zur regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungen, die sich an den Bedarfen der integrierten Kinder orientieren.

Organisation der pädagogischen Prozesse:

In enger Zusammenarbeit zwischen Erziehern, Eltern, Therapeuten, notwendigen Fach-diensten (z.B. SPZ) sowie dem Sozialamt wird ein Förderplan nach ICF-CY für jedes Integrativkind erstellt, in welchem Förderziele und konkrete Fördermaßnahmen festgelegt sind. Dieser Förderplan bildet die Grundlage für kompetentes und differenziertes Arbeiten mit dem Kind.

Die auf Rezept verordneten notwendigen Therapien können in Absprache mit den Eltern im Tagesablauf der Kita realisiert werden.


Intensivierung der Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern sollte im Interesse des Kindes in die Form einer Erziehungspartnerschaft einmünden, zu welcher beispielsweise regelmäßige Elterngespräche zum Entwicklungsstand des Kindes gehören.

3.3.2. Begegnung mit älteren Menschen

Ein Blick auf die letzten Jahrzehnte zeigt, dass sich in Deutschland die Generationen auseinander entwickelt haben. Hunderte von Kilometern zwischen dem Wohnort der Familien unserer Kinder-gartenkinder und dem Wohnort der Großeltern, sich ständig vergrößernde Unterschiede in Lebens- und Wertevorstellungen, die Berufstätigkeit der Großeltern oder das aktive und erfüllte Rentnerleben sind Beispiele, die diese Entwicklung begründen. Unsere Gesellschaft bietet im Alltag wenig Be-rührungspunkte zwischen den Generationen, wenn diese nicht durch verwandtschaftliche Bezie-hungen noch aufrecht erhalten werden.

Aufgrund dieser Situation wird es immer wichtiger, dass den uns anvertrauten Kindern Gelegenheit zum Kontakt mit älteren Menschen vermittelt wird. Und umgekehrt, da auch die meisten Senioren von Kindern isoliert leben und ihnen damit bereichernde Erfahrungen entgehen.

In der Kita „ADMEDINO“ werden Aktivitäten zur Begegnung von Kindergartenkindern und älteren Menschen gefördert, weil Senioren lebendige Geschichte vermitteln, Senioren ein Stück unserer Kul-tur sind, Senioren Dinge wissen und können, die inzwischen verloren gegangen sind und Senioren Zeit, Geduld, Gelassenheit aufbringen. Die Kinder werden durch persönliche Erfahrung Wissen über das Alter erwerben, soziale Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft entwickeln sowie kommunikative Kompetenzen erlernen.

Bei regelmäßigen Besuchen von „Kindergartenomas“ und „Kindergartenopas“ bringen Senioren ihre Fähigkeiten und Hobbys zur Bereicherung in den Kindergartenalltag ein. Das Erlernen des Schach-spieles, das Bauen von Vogelhäusern für den Garten oder das Vorlesen von Märchen begeistert die Kinder und gibt den Senioren ein Gefühl des Gebrauchtwerdens. Außerdem ermöglichen diese Besuche dem Personal Möglichkeiten z. B. für systematische Beobachtungen.

„Großeltern-Nachmittage“ oder „Großeltern-Spieletage“ werden mit den Kindern gemeinsam vorbe-reitet. Die Kinder gestalten Einladungen, bereiten Speisen in der Küche vor oder kochen und backen mit den Gästen. Alle singen gemeinsam Lieder und spielen gemeinsam.

Es könnte aber auch auf Entdeckungstour durch den Zeisigwald gehen, wo die Kinder ihre Lieblings-plätze zeigen oder die Großeltern die Stationen einer Schnitzeljagd betreuen.

Eine besondere Beziehung besteht zu den Bewohnern des in der unmittelbaren Nachbarschaft gelegenen Pflegeheims „Pflegewohnen Bethanien“. Die Kinder gestalten mit dem Vorsingen und Vorspielen einen Teil von Veranstaltungen der Senioren. Bewohner und Kinder basteln oder spielen gemeinsam Brettspiele. Die Bewohner bereiten kleine Sportfeste für die Kinder vor und betreuen die Stationen. Auf Einladung besuchen die Senioren auch unser Kinderhaus und nehmen am Morgen-kreis teil oder schauen sich das Weihnachtsmärchen an.

3.4. Zusammenarbeit mit den Familien

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den Eltern steht das gemeinsame Bemühen um die Ent-wicklung und das Wohlbefinden der Kinder. Eine Erziehungspartnerschaft beruht auf gegenseitiger Akzeptanz. Ein Kind, welches die Beziehung zwischen seinen Eltern und den ErzieherInnen als respektvoll und interessiert erlebt, kann sich in der Kita sicher und geborgen fühlen. Dieses Vertrauen ist eine wichtige Bedingung dafür, dass die Kita zu einer entwicklungsfördernden und anregenden Lern- und Erfahrungswelt für das Kind wird.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet in vielen verschiedenen Kommunikationsformen statt:

  • Information der Eltern vor Aufnahme des Kindes über das pädagogische Konzept, die organi-satorischen Rahmenbedingungen und Regelungen der Kita (Aufnahmegespräch)

  • Enge und vielfältige Kooperation mit einer gewählten Elternvertretung

  • Zugang der Eltern zu aktuellen Informationen: sowohl zu allgemeinen Mitteilungen, Ankün-digungen, Einladungen, die gesamte Kita betreffend, als auch über geplante Ereignisse, Aktivitäten und Angebote für die Kinder und Eltern der einzelnen Gruppen

  • Jährliche individuelle Elterngespräche zum motorischen, sozial-emotionalen, kognitiven und sprachlichen Entwicklungsstand des Kindes

  • Beratung der Eltern in Erziehungsfragen, sofern diese es wünschen; Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit Beratungsstellen und anderen Diensten

  • Durchführung von Elternabenden bzw. Elternnachmittagen (mindestens einmal jährlich) zu einem pädagogischen oder entwicklungspsychologischen Thema

  • Durchführung von Gruppenelternversammlungen

  • Einbeziehung der Eltern in die Organisation und Durchführung von sportlichen Events oder anderen Projekten

  • Nutzung des Eltern-Cafes, um die Kontakte der Eltern untereinander zu fördern


3.5. Schulvorbereitung

Zwischen der Kindertageseinrichtung ADMEDINO und der Grundschule des Terra Nova Campus - Die Entdeckerschule sowie der Makarenko-GS wird jährlich eine Kooperationsvereinbarung zur Aus-gestaltung der Schulvorbereitung in der Kita geschlossen.


Kooperationspartner: Erzieherinnen der Kita ADMEDINO

Leiterinnen der Vorschule: Frau Merkel, Frau Rudolph

Kooperationslehrerin: Frau Selbmann (SPFZ)


3.5.1. Gemeinsame Ziele der Kooperation

Die Kooperation ist von partnerschaftlichem und vertrauensvollem Umgang miteinander geprägt.

Die Kooperationspartner tragen gemeinsam die Verantwortung für das Wohlergehen der Kinder und die ganzheitliche Förderung ihrer Persönlichkeit in der Übergangsphase vom Kindergarten in die Grundschule.

Mit Blick auf die spezifischen Bildungs- und Erziehungsprozesse in Kindergarten und Grundschule stellt die Schulfähigkeit der Kinder die gemeinsame Aufgabe der beiden Institutionen in enger Zusammenarbeit mit den Eltern dar.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Entwicklung erhalten Kinder im letzten Jahr vor der Schule vielseitige und regelmäßige Angebote, um sich auf den Übergang in die Grundschule vorzu-bereiten. Ausgehend von den erreichten individuellen Lernständen der Kinder zum Schulanfang soll daran im Anfangsunterricht der Grundschule angeknüpft werden.


3.5.2.Gemeinsame Kooperationsvorhaben

  • gemeinsame bzw. differenzierte Schulvorbereitung im wöchentlichen Turnus, jeweils donnerstags

  • Schulbesuch der Vorschüler am Terra Nova Campus und an einer Schule des Wohngebietes

  • gegenseitige Einladungen und Besuche zu Höhepunkten im Schuljahr


Einmal pro Jahr findet eine gemeinsame Beratung der jeweiligen Kooperationspartner mit dem Ziel der Reflexion der bisherigen Arbeit und zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise statt. Die Ergebnisse dieser Auswertungen bilden die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.


3.6. Qualitätsentwicklung

Die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kindertagesstätte ADMEDINO verfolgt die Ziele:

  • Sicherung des körperlichen, emotionalen, sozialen und intellektuellen Wohlbefindens der Kinder

  • Anregung und Förderung der Entwicklung der Kinder

  • Unterstützung der Familien in ihrer Betreuungs- und Erziehungsaufgabe.

Das Team unserer Kindereinrichtung arbeitet an der Umsetzung der Ziele nach folgenden Grundsätzen:


Pädagogische Grundsätze in der Kindereinrichtung ADMEDINO

Jedes Kind hat ein Recht auf Individualität.

Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es in seiner Entwicklung steht.

Jedes Kind ist der Baumeister seiner Entwicklung und hat ein Recht auf einen eigenen Lernrhythmus.

Alle Kinder erhalten die gleichen Entwicklungschancen.

Die Erzieher nehmen die Impulse der Kinder für den Lernprozess auf und sichern ihnen das Recht auf Mitgestaltung.

Gestärkte Kinder setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander.


Die Kinder lernen mit und durch Bewegung im gesamten Tagesablauf.

Bewegung ist Voraussetzung für eine gesunde körperliche Entwicklung.

Bewegung ermöglicht differenzierte Wahrnehmung und hilft beim kognitiven Lernen.

Bewegung fördert die soziale und emotionale Entwicklung.

Bewegung unterstützt den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes.


Der Bildungsauftrag der Erzieher besteht in der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes.

Erzieher sind Begleiter und Unterstützer im kindlichen Lernprozess.

Erzieher schaffen Geborgenheit, Vertrauen und Achtung gegenüber allen Kindern.

Erzieher nutzen vielfältige Angebote zur eigenen Weiterbildung.

Erfahrungsaustausch und Selbstreflexion sind fester Bestandteil der Teamarbeit.


Die Eltern sind unsere Partner bei der Bildung und Erziehung der Kinder.

Die Basis der Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen.

Erzieher sind Unterstützer und Berater der Eltern bei Fragen und Problemen im Entwick- lungsprozess ihrer Kinder.

Die Entwicklung der Kinder vollzieht sich auch durch Öffnung in den Sozialraum.

Wir nutzen die nähere Umgebung des Kindergartens (z.B. den Wald) und die öffentlichen Einrichtungen der Stadt (z.B. Theater, Bibliothek, Museen, Tierpark) und lernen unsere Heimatstadt kennen.

Wir arbeiten eng mit dem Träger und den gewerblichen Einrichtungen in der Umgebung zusammen.

Wir präsentieren unsere Arbeit mit den Kindern nach außen.


Seit 2008 arbeitet das Team der Kindereinrichtung ADMEDINO mit dem Instrument des Nationalen Qualitätskriterienkatalogs „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (PädQuis). Die Ergebnisse und Zielstellungen in den verschiedenen Qualitätsbereichen finden Eingang in die tägliche pädagogische Arbeit und in unsere Konzeption.


3.7. Partizipation der Kinder

Als Qualitätsmerkmal für die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe fordert das Bundeskinderschutz-gesetz im § 79a die Sicherung der Rechte von Kindern und ihren Schutz vor Gewalt.

Zur Sicherung der Rechte von Kindern sind in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung entsprechend des Entwicklungsstandes der Kinder sowie Möglichkeiten der Beschwerde in persön-lichen Angelegenheiten zu schaffen und zu gewährleisten.


Partizipation in der Kita bedeutet, dass

  • eine Teilhabe der Kinder an verschiedenen Entscheidungen im Kindergartenalltag stattfindet.

  • die Erwachsenen eine hohe Verantwortlichkeit für die Begleitung dieser Prozesse tragen und selbst auf einen Teil ihrer „Macht“ verzichten.

  • die Möglichkeiten der Mitbestimmung strukturell verankert sind.


Bildung ist ohne Beteiligung der Kinder nicht zu haben. Sich zuständig fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft, sich konstruktiv streiten und sich in andere hineinversetzen sind wichtige Bildungsinhalte, die nur handelnd erworben werden können.


Partizipation im Alltag der Kita ADMEDINO:

  • Die individuellen Befindlichkeiten jedes Kindes sind wichtig und werden gehört.

  • freie Entscheidung über Spielpartner und Spielinhalte

  • freier Zugang zu den Materialien

  • freie Wahl von Diensten und Aufgaben für die Gemeinschaft

  • tägliche oder wöchentliche Morgenkreise in den Gruppen bzw. der ganzen Einrichtung

  • individuelle Auswahl der Teilnahme an den Nachmittagsangeboten

  • gemeinsame Absprachen und Entscheidungen für Projekte oder für Wochenaktivitäten in den Gruppen

  • Beteiligung an der Auswahl des Mittagessens

  • Absprachen der Kinder zum Tischdienst und Verteilung der Aufgaben

  • Selbstbedienung und Entscheidung über die Menge des Essens

  • freie Auswahl der Schlafplätze zum Mittagsschlaf

  • gemeinsames Erleben von Konflikten und Einüben von Konfliktlösungen

  • aktive Beteiligung an der Gestaltung der Innen- und Außenräume der Kita


3.8. Mahlzeiten

Gesunde Ernährung sowie das Praktizieren einer regelmäßigen und gesundheitsfördernden Esskultur bilden eine wichtige Grundlage für das Wohlbefinden der Kinder und ihr gesundes Aufwachsen.

Mit Hilfe von Abwägungen, Aushandlungen und Kompromissen wird eine Balance zwischen indivi-duellen, gruppenbezogenen und institutionellen Interessen gestaltet, in der das Wohlbefinden der ein-zelnen Kinder als Leitorientierung dient.

  • Die Erzieher beteiligen die Kinder an der Auswahl der Mahlzeiten. Dabei finden ernährungs-wissenschaftliche Standards Beachtung.

  • Der Speiseplan ist für die Kinder und Eltern sichtbar ausgehängt.

  • Die Kinder wählen sich die ihnen passend erscheinenden Mengen an Speisen (in Kommuni-kation mit den Erziehern) und Getränken selbst aus und entscheiden, ob sie nachholen möchten.

  • „Schlechte Esser“ und „langsame Esser“ erhalten eine Kleinstportion und können bei Bedarf nachholen.

  • Die Erzieher regen die Kinder an, von allen angebotenen Speisen zu probieren. Sie überlas-sen die Entscheidung aber stets den Kindern.

  • Die Kinder müssen nicht aufessen. Ein „kein Hunger“ wird von den Erziehern akzeptiert und mit den Eltern besprochen, um eventuelle Ursachen abzuklären.

  • Den Kindern stehen jederzeit Getränke zur Verfügung. Sie können trinken, wenn sie Durst haben.

  • Die Erzieher berücksichtigen besondere Ernährungsanforderungen einzelner Kinder (z. B. vegetarische oder muslimische Kost, Allergien ...).

  • Sie beobachten die Essgewohnheiten der Kinder und besprechen Auffälligkeiten mit den Eltern (z. B. einseitige Ernährung, geringe Flüssigkeitsmengen ...).

  • Die Kinder entscheiden selbstständig über die Zusammensetzung der Tischgemeinschaften (Beachtung der Tisch- und Stuhlhöhen und besonderer pädagogischer Aspekte).

  • Die Erzieher achten während der Mahlzeiten und der gesamten Tischsituation darauf, dass sich die Kinder wohl fühlen. Sie machen die Kinder auf eine angemessene Lautstärke auf-merksam.

3.9. Ruhen und Schlafen

Jeder Tag in der Kita ist für die Kinder mit vielen Eindrücken, Sinnesreizen und Aktivitäten verbunden. Das Zusammensein mit einer großen Zahl anderer Kinder erfordert Energie und Anpassungen an das Zusammenleben.

Deshalb brauchen alle Kinder, unabhängig von ihrem Alter, Entwicklungsstand oder Temperament, die Möglichkeit des Rückzuges, der Erholung und Entspannung.

In unserer Kindereinrichtung stehen angenehm gestaltete Rückzugsbereiche zur Verfügung, welche die Kinder individuell aufsuchen können. Im Haus gibt es Kuschelecken oder „Höhlen“ mit Kissen oder den Snoezelenraum. Im großen Außengelände können die Kinder in Bereichen mit Büschen oder einem Spielhaus den Rückzug gestalten.

Weiterhin ist in unserer Kindereinrichtung eine Ruhe- und Schlafphase fester Bestandteil des Tages-ablaufes.

Die Ruhephase wird für alle Kinder eingerichtet, es gibt keine Wachgruppe.

Die Pädagogischen Fachkräfte entscheiden aufgrund ihrer Beobachtungen und der Kommunikation mit den Kindern darüber, welches Kind eine längere oder kürzere Ruhephase benötigt.

Die Schulanfänger und Kinder, welche ein geringes Schlafbedürfnis aufweisen, dürfen eher aufstehen und sich leise in Spielbereichen beschäftigen.

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